Schwerpunkte
(Stand der Konzeption 27.01.2026 - Änderungen vorbehalten.)
Donnerstag, 18.06.2026 und Freitag, 19.06.2026
Donnerstag, 18.06.2026
10.00 Uhr - Eröffnung und Begrüßung
10.15 Uhr - Aktuelle Rechtsprechung zum Vollstreckungsrecht (Prof. Ulrich Keller)
Die bevorstehende Verabschiedung des Gesetzes zur weiteren Digitalisierung der Zwangsvollstreckung wird für das gesamte Vollstreckungsrecht grundlegende Änderungen im Verfahrensablauf mit sich bringen, insbesondere bei den vom Gläubiger vorzulegenden Nachweisen. Zudem sollen die Regelungen zum Pfändungsschutzkonto überarbeitet und weiter verfeinert werden. Auch die Rechtsprechung zu Einzelfragen, insbesondere zur Pfändung des Arbeitseinkommens und zur Kontenpfändung, erschließt fortlaufend neue Themenfelder. Der Vortrag erörtert diese Rechtsentwicklungen und stellt aktuelle Entscheidungen zum Zwangsvollstreckungsrecht praxisorientiert für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung dar.
Schwerpunkte des Vortrags:
Das Gesetz zur weiteren Digitalisierung der Zwangsvollstreckung
Regelungen zum Pfändungsschutzkonto
Aktuelle Rechtsprechung zu den allgemeinen Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung und dem Verfahren der Verwaltungsvollstreckung.
Aktuelle Rechtsprechung zur Vermögensauskunft
Aktuelle Rechtsprechung zur Pfändung des Arbeitseinkommens
Aktuelle Rechtsprechung zur Kontenpfändung
12.00 Uhr - Mittagspause
13.00 Uhr - Forderungspfändungen im Spannungsfeld der Pfändungsfreigrenzen - Tipps für die Praxis (Sigrun Scholz)
In der Verwaltungsvollstreckung stellt die Forderungspfändung eine bewährte Vollstreckungsmaßnahme dar. Aufgrund der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Pfändungsfreigrenzen hat ihre Erfolgsquote jedoch spürbar abgenommen. In diesem Vortrag werden praxisnahe Möglichkeiten aufgezeigt, wie dieser Entwicklung in geeigneten Einzelfällen begegnet und der Vollstreckungserfolg gesteigert werden kann. Das Spektrum reicht von der Herabsetzung der individuellen Pfändungsfreigrenze bis hin zu besonderen Pfändungsmöglichkeiten. Darüber hinaus wird dargestellt, unter welchen Voraussetzungen es auch bei hohen Vorpfändungen möglich sein kann, eigene Forderungen erfolgreich durchzusetzen.
Schwerpunkte des Vortrags:
Zusatzverfügungen bei gängigen Pfändungsmöglichkeiten nutzen
Besondere Forderungspfändungen, z.B. Zahlungseingänge auf dem Konto eines Dritten
Umgang mit Vollstreckungsschutzanträgen
Pfändung oder Abtretung?
14.30 Uhr - Kommunikationspause
15.00 Uhr - Vermögensauskunft und Schuldnerverzeichnis: Praktische Fragen aus der Vollstreckungspraxis (Dr. Pierre Holzwarth)
Die Vermögensauskunft und die Eintragung in das Schuldnerverzeichnis gehören zu den wirkungsvollsten, zugleich aber auch fehleranfälligsten Instrumenten der heutigen Vollstreckung. Der Vortrag beleuchtet das praktische Vorgehen - von der Ladung über Zahlungs- und Ladungsfristen bis hin zu typischen Entscheidungs-, Abwägungs- und Abgrenzungsfragen. Im Mittelpunkt stehen praxiserprobte Lösungsansätze, unterschiedliche Vollzugspraxen und konkrete Fallkonstellationen aus dem Vollstreckungsalltag.
Schwerpunkte des Vortrags:
Praktisches Vorgehen bei der Vermögensauskunft - Ladung, Fristen, Durchführung und sinnvolle Folgeanträge
Inhalt, Reichweite und Grenzen der Vermögensauskunft
Eintragung in das Schuldnerverzeichnis - Zeitpunkt, Voraussetzungen und typische Praxisfehler
16.30 Uhr: Ende des 1. Veranstaltungstages
Für Interessierte
16.45 Uhr Beginn des Rahmenprogramms
20.00 Uhr: Arbeitsessen
Freitag, 19.06.2026
09.00 Uhr - Zwangsvollstreckung nach der Insolvenz - was bleibt noch? (Prof. Brigitte Steder)
Der Vortrag beleuchtet die die rechtlichen Grenzen und Möglichkeiten der Zwangsvollstreckung nach Abschluss eines Insolvenzverfahrens. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Konstellationen, die sich nach Aufhebung oder Einstellung des Verfahrens ergeben können. Dabei wird erörtert, welche Möglichkeiten bestehen und welche Besonderheiten zu berücksichtigen sind.
Schwerpunkte des Vortrags:
Aufhebung oder Einstellung des Insolvenzverfahrens - macht das einen Unterschied?
Geltendmachung des unbeschränkten Nachforderungsrechts
Wiederaufleben ausgesetzter Vollstreckungsmaßnahmen
Zwangsvollstreckung während der Wohlverhaltensperiode
Zwangsvollstreckung nach Erteilung der Restschuldbefreiung
10.30 Uhr - Kommunikationspause
10.45 Uhr - Zwischen Zahlungsdruck und Lebensrealität: Kommunikation mit überschuldeten Personen (Nicolas Mantseris)
Der Beitrag skizziert grundlegende Aspekte der Kommunikation mit überschuldeten Personen im Vollstreckungskontext. Aus Sicht der Schuldnerberatung werden typische Belastungssituationen, mögliche Gesprächsbarrieren und praxisnahe Ansätze für einen sachlichen und zugleich respektvollen Austausch aufgezeigt. Die Teilnehmenden erhalten Anregungen, wie sich Gespräche trotz hoher Anspannung konstruktiv gestalten lassen.
Schwerpunkte des Vortrags:
Belastungslagen und Kommunikationsmuster überschuldeter Personen
Gesprächsführung im Spannungsfeld zwischen Vollstreckungsauftrag und Lebensrealität
Praktische Impulse aus der Schuldnerberatung
12.00 Uhr - Austausch und Fragen aus dem Publikum
12. 30 Uhr - Ende der Veranstaltung
Moderation: Prof. Ulrich Keller
Tagungsort: Abacus Tierpark Hotel, Franz-Mett-Straße 3 - 9, 10319 Berlin
Teilnahmegebühren: 499,00 bis eine Woche vor Tagungsbeginn (bei Besuch einzelner Tage 349,00 pro Tag); danach 599,00 (bzw. 399,00 )
Alternative Präsenz- oder Online-Fachtagung: Sie haben die Wahl zwischen einer Präsenzteilnahme, Online-Zuschaltung oder dem Tagungsvideo im Nachgang.